Kieme


Kieme
Kie|me ['ki:mə], die; -, -n:
Atmungsorgan vieler im Wasser lebender Tiere:
Fische atmen durch Kiemen.

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Kie|me 〈f. 19; Zool.〉 Atmungsorgan wasserbewohnender Tiere, dünnhäutiges Gebilde, an das außen das Atemwasser, innen die Körperflüssigkeit herantritt u. durch deren Wand der Gasaustausch stattfindet; Sy Branchie [mdt.-nddt. Form von Kimme, eigtl. „Einschnitt, Kerbe“]

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Kie|me , die; -, -n [md., niederd. Form von Kimme, also eigtl. = Einschnitt, Kerbe]:
dünnhäutiges Atmungsorgan vieler Wassertiere, durch das Sauerstoff dem Wasser entnommen u. Kohlendioxid abgegeben werden kann:
Fische atmen durch -n;
Ü du bekommst gleich eins auf/vor die -n (ugs.; einen Schlag ins Gesicht);
ich schlag dir die -n (derb; die Zähne) ein;
die -n nicht auseinanderkriegen (ugs.; nichts sagen, wortkarg sein);
etw. zwischen die -n kriegen/bekommen (ugs.; etw. zu essen bekommen);
sich etw. zwischen die -n schieben (ugs.; etw. essen).

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Kie|me, die; -, -n <meist Pl.> [md., niederd. Form von ↑Kimme, also eigtl. = Einschnitt, Kerbe]: dünnhäutiges Atmungsorgan vieler Wassertiere, durch das Sauerstoff dem Wasser entnommen u. Kohlendioxid abgegeben werden kann: Fische atmen durch -n; Ü Er krallt sich in die -n ihrer Scham (Jellinek, Lust 140); du bekommst gleich eins auf/vor die -n (ugs.; einen Schlag ins Gesicht ); ich schlag dir die -n (derb; die Zähne) ein; *die -n nicht auseinander kriegen (ugs.; nichts sagen, wortkarg sein); etw. zwischen die -n kriegen/bekommen; sich etw. zwischen die -n schieben (ugs.; etw. zu essen bekommen; etw. zu sich nehmen).

Universal-Lexikon. 2012.

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